Fellpflege und Krallenpflege: Die richtige Ausrüstung
Regelmäßige Pflege hält Fell und Haut gesund, verhindert Verfilzungen und stärkt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund. Welche Werkzeuge sinnvoll sind, hängt vor allem von Felltyp und Fellstruktur ab. Diese Kaufberatung ordnet die wichtigsten Hilfsmittel ein.
Bürsten nach Felltyp wählen
Das falsche Werkzeug kann die Haut reizen oder Unterwolle im Fell belassen. Orientieren Sie sich am Fell Ihres Hundes:
- Kurzhaar: Gummistriegel oder Noppenbürste entfernen lose Haare und massieren die Haut.
- Langhaar: Zupfbürste und grober Kamm lösen Knoten, bevor sie verfilzen.
- Unterwolle: Eine Unterwollbürste hilft im Fellwechsel, überschüssige Haare herauszuarbeiten. Arbeiten Sie behutsam, um die Haut nicht zu ritzen.
Schermaschinen und Scheren
Nicht jeder Hund braucht eine Schur. Rassen mit doppeltem Fell sollten in der Regel nicht komplett geschoren werden, da das Fell auch vor Hitze und Sonne schützt. Sinnvoll ist gezieltes Trimmen an Pfoten, Ohren und im Intimbereich. Achten Sie bei Schermaschinen auf:
- einen leisen Motor, damit ängstliche Hunde ruhiger bleiben
- verschiedene Aufsätze für unterschiedliche Fellängen
- Akkubetrieb für flexibles Arbeiten ohne Kabel
Für kleine Korrekturen genügt oft eine abgerundete Scheren mit stumpfer Spitze, die Verletzungen vorbeugt.
Krallenpflege sicher durchführen
Zu lange Krallen verändern die Haltung und können schmerzen. Als Faustregel gilt: Klackern die Krallen hörbar auf dem Boden, sind sie zu lang. Zur Auswahl stehen Krallenzangen und elektrische Schleifer. Schleifer arbeiten langsamer und verringern das Risiko, den durchbluteten Bereich zu treffen.
Häufige Fehler vermeiden
- Zu selten pflegen: Bei langhaarigen Hunden entstehen sonst schmerzhafte Verfilzungen bis auf die Haut.
- Gegen die Wuchsrichtung arbeiten und dabei ziehen.
- Krallen zu weit kürzen: Bei hellen Krallen ist der durchblutete Bereich sichtbar, bei dunklen tasten Sie sich in kleinen Schritten heran.
Führen Sie neue Werkzeuge langsam und mit Belohnung ein, damit Pflege positiv besetzt bleibt. Bei entzündeter Haut oder blutenden Krallen wenden Sie sich an die Tierarztpraxis.